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Impfausweises gefälscht

Erlangen. Bereits vor einer Woche nahmen Zivilkräfte einen 22jährigen Mann beim Verkauf eines gefälschten Impfausweises in der Erlangener Innenstadt fest.

Ende Oktober 2021 teilte ein Zeuge der Polizei mit, dass auf einem frei zugänglichen Kanal eines Messaging-Dienstes gefälschte Impfpässe zum Kauf angeboten werden. Der Verkäufer forderte zum Erhalt eines solchen Impfausweises zum einen Barzahlung, zum anderen ein persönliches Treffen.

Das übernahm dann die Polizei: Nachdem ein Kontakt zum Verkäufer hergestellt worden war, wurde – in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg - ein Treffen am Erlangener Hautbahnhof vereinbart. Zu dem Treffen mit den Zivilbeamten brachte der Verkäufer einen Blanko-Impfausweis mit, in den er vor Ort zwei fingierte Impfungen eintrug. Zudem klebte der Tatverdächtige gefälschte Etiketten ein und stempelte den Eintrag mit einem ebenfalls gefälschten Stempels eines Impfzentrums ab.

Nachdem der 22jährige Mann sein Werk noch unleserlich unterschrieben hatte, klickten die Handschellen. Der Mann wurde vor Ort festgenommen.


Im Anschluss fanden Beamte bei einer mit richterlichem Beschluss durchgeführten Wohnungsdurchsuchung im Landkreis Erlangen-Höchstadt den persönlichen Impfausweis des Tatverdächtigen. Auch dieser enthielt gefälschte Eintragungen, mit denen sich der Mann bereits ein elektronisches Impfzertifikat erschlichen hatte.

Zudem stellten die Beamten der Kripo Erlangen weitere echte Impfpässe anderer Personen in der Wohnung fest. Diese waren bereits zur Eintragung gefälschter Daten vorbereitet worden.

Auch die Käufer eines solchen gefälschten Impfausweises machen sich natürlich strafbar, wenn sie ihn zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen oder versuchen, sich damit ein digitales Impfzertifikat ausstellen zu lassen.
09.11.21
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