Die blitzschnelle Information aus Nürnberg und Mittelfranken


Geisterfahrer produziert

Rothenburg ob der Tauber. In der Nacht auf Donnerstag führte eine falsch geänderte Streckenführung auf der BAB 7 dazu, dass zahlreiche Fahrzeuge auf die Gegenfahrspur geleitet wurden. Die Autobahn musste daraufhin für rund vier Stunden voll gesperrt werden.

Gegen 22 Uhr waren Polizisten wegen eines Pannen-Lastwagens zwischen den Anschlussstellen Rothenburg und Wörnitz eingesetzt. Die Örtlichkeit befand sich im Baustellenbereich auf Höhe Bockenfeld. Zum Zeitpunkt der Panne waren zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung Würzburg sowie eine Fahrspur in Fahrtrichtung Ulm geschalten. Auf der Fahrspur in Richtung Ulm ereignete sich die Panne, so dass diese nicht mehr befahrbar war.

Da sich bis zur Ausfahrt Rothenburg ein Rückstau gebildet hatte, wurde über die Firma, die Verkehrsabsicherungen ausführt, veranlasst, die mittlere Fahrspur für den Verkehr in Richtung Ulm freizugeben.

Aus bislang nicht abschließend geklärten Gründen, wurden durch einen Verantwortlichen der Firma vor Ort die Signalanlage sowie die Schranken am Baustellenbeginn nicht umgestellt, sodass sowohl für die Fahrtrichtung Ulm wie auch für die Fahrtrichtung Würzburg die gleiche Fahrspur geöffnet blieb. Lediglich eine Schranke, die sich am Baustellenende in Fahrtrichtung Ulm befindet, blieb geschlossen.


Dies führte gegen 1.45 Uhr dazu, dass auf dem linken Fahrstreifen der reguläre Verkehr in Fahrtrichtung Ulm mit dem falsch geleiteten Gegenverkehr zusammentraf.

Nur durch eine Vollbremsung konnte ein Autofahrer einen Zusammenstoß mit der geschlossenen Schranke und dem Gegenverkehr verhindern. Im Baustellenbereich befanden sich in der Folge rund 150 Fahrzeuge wartend auf der linken Spur, welche durch Beamte der Polizeiinspektion Rothenburg, der Verkehrspolizei Ansbach und Mitarbeitern der Autobahnmeisterei rückwärts über die Ausfahrt Wörnitz ausgeleitet werden mussten. Dazu war eine Vollsperrung der BAB 7 für rund vier Stunden notwendig.

Gegen die Verantwortlichen der Firma leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein.
26.08.22
zurückMittelfranken im Internet: Geisterfahrer produziert