Die blitzschnelle Information aus Nürnberg und Mittelfranken


Von Lkw-Anhänger erfaßt

Weißenburg(ots) Am Sonntag gegen 19 Uhr wurde ein 47jähriger Kraftfahrer aus der Gemeinde Heidenheim lebensgefährlich verletzt. Der 47-Jährige war seinem ein Jahr jüngeren Bruder in Gnotzheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) bei landwirtschaftlichen Arbeiten behilflich. Zusammen wollte man einen landwirtschaftlichen Anhänger (ehemals Lkw-Anhänger) mit einem Stahlseil über eine ansteigende Hofeinfahrt in einen Hof ziehen. Bei diesem Manöver riss das Stahlseil. Der Anhänger rollte einige Meter nach vorne und klemmte den 47-Jährigen an einem Holzbalkengeländer ein.

Da der jüngere Bruder mit einem Nachbarn sofort reagierte und das Geländer mit einer Motorsäge auseinander schnitt, konnte der Verletzte befreit werden. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Mann in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Schwabacher Kripo hat die Ermittlungen übernommen.
25.07.05

Widerstand geleistet

Nürnberg (ots) Wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte werden zwei Männer angezeigt, die am vergangenen Samstag (23.07.2005) nur mit unmittelbarem Zwang festgenommen werden konnten. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Gegen Mitternacht wurde die Polizei davon verständigt, dass auf der Südwesttangente in Höhe der Anschlussstelle Königshof in Fahrtrichtung Nürnberg ein Fußgänger unterwegs sei. Der Mann habe bereits einen Leitpfosten aus seiner Verankerung gerissen und diesen auf die Fahrbahn geworfen.

Der deutlich alkoholisierte 19-Jährige wurde von einer eintreffenden Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd auf dem Standstreifen angetroffen und festgenommen. Dabei schlug er mit seinen Armen wild um sich, so dass er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Auch danach zeigte er sich sehr aggressiv und musste letztendlich durch Einsatz von Pfefferspray beruhigt werden. Ein Beamter wurde bei der Festnahme leicht am Knie verletzt, bleibt jedoch weiterhin dienstfähig. Der Beschuldigte wurde zur Ausnüchterung in einer Polizeizelle untergebracht.

Ob durch das Werfen des Leitpfostens auf die Fahrbahn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, wird noch ermittelt. Betroffene Kraftfahrer wenden sich bitte an die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd unter der Telefonnummer 0911/9482-0.

Etwa eineinhalb Stunden vorher musste ein 16-Jähriger aus Nürnberg durch Beamte des Einsatzzuges bei einer Großveranstaltung an der Nürnberger Steintribüne festgenommen werden. Nachdem sich der Jugendliche gegenüber Sicherheitskräften des Veranstalters sehr aggressiv zeigte und deutlich unter Alkoholeinwirkung stand, wurde gegen ihn ein Hausverbot ausgesprochen. Diesem kam er nicht nach. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand und schlug um sich. Er musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Zur weiteren Sachbehandlung wurde er zu einer Polizeidienststelle verbracht und seiner Mutter übergeben. Die eingesetzten Beamten blieben unverletzt.
25.07.05

Autoknacker erst durch Warnschuß gestoppt

Nürnberg (ots) - Am Samstagabend wurde ein polizeibekannter 35jähriger Nürnberger von einer Zivilstreife beobachtet, wie er auf dem Nürnberger Volksfestplatz die geparkten Autos zweier "Nite-Skate"- Teilnehmer aufbrach.

Noch bevor er festgenommen werden konnte, entfernte er sich in das Dunkel einer nahe gelegenen Grünanlage. Auf der Flucht drehte er sich dann urplötzlich zu dem ihm nacheilenden Polizeibeamten um und drohte ihm sogar ihn zu erschießen. Erst nach Abgabe eines Schusses und mit Unterstützung weiterer Polizisten gelang es schließlich den sich heftigst wehrenden Serien-Aufbrecher festzunehmen. Verletzt wurde durch die Schussabgabe niemand.

Die aus den Fahrzeugen entwendeten Gegenstände, wie etwa ein Mobiltelefon, hatte der Täter zum Teil noch bei sich.

Die Staatsanwaltschaft hat Haftantrag wegen Pkw-Aufbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gestellt.
24.07.05

Ehefrau mit Pfanne niedergeschlagen

Nürnberg (ots) - Der Streit zwischen einem Ehepaar am Donnerstag im Nürnberger Stadtteil Großreuth bei Schweinau endete mit schweren Verletzungen der Ehefrau.

Gegen 18.30 Uhr gerieten der 41jährige Ehemann und dessen 37jährige Frau in Streit. In dessen Verlauf erklärte die Frau nach Angaben des Ehemannes, dass sie sich von ihm trennen wolle. Daraufhin nahm der 41-Jährige eine massive Bratpfanne und schlug damit auf den Kopf seiner Frau ein. Sie erlitt schwere Verletzungen, die eine stationäre Behandlung in einem Nürnberger Klinikum erforderlich machten.

Der Ehemann verständigte anschließend die Polizei, die ihn festnahm. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird er zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg überstellt. Die Nürnberger Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags.
22.07.05

Bombendrohung im Hauptbahnhof !


Vor dem Portal des Hauptbahnhofs drängen sich die Wartenden
zur Mittagszeit, die das Gebäude nicht betreten durften.
Foto: Erich Zwick
NÜRNBERG. Eine anonyme Bombendrohung veranlasste die Bundespolizei (früher Bahnpolizei, später Bundesgrenzschutz), zuständig für die Sicherheit auf Bahnhöfen, am Freitag zwischen 11.50 und 12.20 Uhr den Nürnberger Hauptbahnhof zu evakuieren.

Die Reisenden aus ankommenden Zügen – so jene aus der Regionalbahn von Neumarkt nach Forchheim, Ankunft in Nürnberg um 12.08 Uhr, durften zwar die Wagen verlassen, mussten aber den Umweg über den Südausgang nehmen, um zur Innenstadt zu gelangen.

Um 12.20 Uhr konnte der Bahnhof für die davor wartenden Reisenden wieder freigegeben werden, da sich die Drohung glücklicherweise als nicht weiter ernst zu nehmen erwies.
E.Z.
22.07.05

Vermisste Taucherin wurde tot geborgen


Angelika Hertlein in voller Taucherausrüs-
tung. Sie galt als vorsichtige und besonne-
ne Taucherin.
NÜRNBERG. Nach zwei Jahre bangen Wartens und Hoffens erhielt am Donnerstag Jutta Hertlein die traurige Gewißheit: ihre seit zwei Jahren vermisste Tochter Angelika wurde tot aus dem Attersee geborgen.

Die erfahrene Taucherin, damals 36 Jahre alt, war am Karfreitag 2003 nach einem Beziehungsstreit mit ihrem Freund in Nürnberg in panischer Hektik nach Österreich gefahren und seither nicht mehr gesehen worden. Zwei Tage nach dem Verschwinden wurde ihr Auto der Marke Daewoo „Nexia“ verlassen am Ufer des Sees gefunden. Keine Spur von der Vermißten, hinter deren Verschwinden Angelikas Eltern ein Verbrechen vermuteten – bis zu Angelikas 38. Geburtstag.


Die Eltern: Jutta und Werner Hertlein mit dem Wagen der Toten,
der vor zwei Jahren verlassen am Attersee aufgefunden wurde.
Fotos: Erich Zwick/Privat
An diesem Tag, dem 10. Juli 05, waren zwei Tauchfreunde aus Wien, davon ein 30-Jähriger Tauchlehrer, im Bereich der „Schwarzen Brücke“ zwischen Weyregg und Steinbach in den See gestiegen. Bei dem Tauchgang gerieten die beiden unvermutet in Schwierigkeiten. Dem 34 Jahre alten Begleiter des Tauchlehrers gelang es noch, nach einem Rettungsversuch einen Notaufstieg durchzuführen. Danach wurde er mit einem Rettungshubschrauber schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.


Eine attraktive Frau: Angelika Hertlein vor
ihrem Verschwinden.
Vom 30-Jährigen fehlte bis Mittwoch jede Spur. Eine gezielte Suche der Feuerwehrtaucher brachte nun die traurige Gewissheit: der Mann ist tot – ertrunken und in einer Tiefe von 130 Metern in alten Fischernetzen hängen geblieben. Eine vorausgegangene Suchaktion am Samstag, an der sich mehr als 40 Taucher beteiligten, war ohne Erfolg geblieben.

Beim Einsatz der Unterwasserkamera gab der See eher rein zufällig das Geheimnis um die verschwundene Angelika Hertlein preis. Nur hundert Meter von der Wiener Leiche entfernt, hatte sich die tote Taucherin aus Nürnberg in voller Ausrüstung zwischen Holzstämmen im vier Grad kalten Wasser nahezu unverwest verfangen. Im Gegensatz zu dem Taucherkollegen aus Wien konnte die Nürnbergerin an Land gebracht werden.


Die Brille ihrer toten Tochter – die einzige Erinnung, die sich im
verlassenen Auto fand und die Jutta Hertlein blieb.
Am Mittwoch Abend informierte die Gendarmerie die Mutter in Nürnberg. Sie reist am Donnerstag (21. Juli 05) nach Gmund, um ihre Tochter zu identifizieren. Eine Obduktion im gerichtsmedizinischen Institut in Salzburg soll auch Aufschluss über die Todesursache geben.

Bis diese nicht eindeutig geklärt ist, geht Jutta Hertlein von einem Gewaltverbrechen an ihrer Tochter aus.
Erich Zwick
21.07.05
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