Schwabach (ots) - Am Samstag gegen 12.50 Uhr befuhr ein 39jähriger Autofahrer die B 466 von Schwabach in Richtung Gunzenhausen. Auf der Brücke bei Barthelsmesaurach übersah er einen vor ihm fahrenden Traktor mit Anhänger und fuhr auf das Gespann auf.
Bei dem Aufprall wurde der 41jährige Beifahrer so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Fahrer wurde mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus Schwabach gebracht.
Der 64-jähige Landwirt wurde bei dem Aufprall glücklicherweise nicht verletzt.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde zur Klärung des Unfallhergangs ein Sachverständiger hinzugezogen.
Bei dem Unfallverursacher wurde eine Blutentnahme angeordnet.
Am Pkw entstand Totalschaden, der Anhänger des Traktors wurde leicht beschädigt.
21.05.05
Schwabach (ots) - Nach der Festnahme eines Sexualstraftäters Ende April (
wir berichteten) meldeten sich weitere Opfer aus Nürnberg und Umgebung.
Unter diesen Geschädigten ist eine heute 26jährige Frau, die ebenfalls in Kontakt mit dem 28jährigen Täter aus dem Raum Lauf-Hersbruck kam. Sie suchte ihren Peiniger seinerzeit in dessen Wohnung auf und wurde unter Anwendung von körperlicher Gewalt vergewaltigt. Sie schämte sich damals so, so dass sie keine Anzeige erstattete.
Bei weiteren Frauen, die sich zwischenzeitlich bei der Kriminalpolizei in Schwabach gemeldet haben, kamen zwar Kontakte zustande, jedoch nicht auf sexueller Basis, da diese Frauen keine näheren Beziehungen mit dem Täter wollten.
Sobald der Täter hier einen Widerspruch merkte, wurde er aggressiv, ausfällig, beleidigte die Frauen und bedrohte sie massiv persönlich bzw. durch Anrufe.
Der 28-Jährige aus einer Gemeinde zwischen Lauf und Hersbruck wurde am Donnerstag festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beantragt hatte, bestätigte.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des 28-jährigen Arbeitslosen wurden 250 Handy-Nummern gefunden, die er offensichtlich kontaktiert hatte. In Internet-Chats, Kontaktanzeigen, in Zeitungen usw. trat er mit dem Pseudonym "Alex" bzw. "Attila" auf. Es ist anzunehmen, dass der 28jährige korpulente Mann noch weitere Frauen sexuell belästigt bzw. vergewaltigt hat. Hier sucht die Schwabacher Kripo noch weitere Geschädigte, die bereit sind, gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger auszusagen.
Hier die Beschreibung des Täters: Ca. 165 cm groß, korpulent, schwarze glatte nackenlange Haare, sog. Topfschnitt. Er hat südländisches Aussehen und wulstige Lippen.
Geschädigte können sich mit der Schwabacher Kripo unter Tel. 09122/927-302 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.
20.05.05
Lauf (ots) - Seit letzten Samstag, 14 Uhr, wird aus Lauf die
knapp 17jährige Victoria K. vermisst. Victoria fuhr an diesem Tag
nach Nürnberg zum Einkaufen und kam nicht nach Hause zurück.
Victoria ist etwa 160 Zentimeter groß, hat schwarz gefärbte, kinnlange
Haare, die sie meistens zu einem Zopf gebunden hat. Sie dürfte mit einer
schwarzen Jacke mit weißen Nadelstreifen, einer dunkelblauen
Jeanshose und blauweißen Sportschuhen (Sneakers) bekleidet sein.
Ferner dürfte sie eine schwarze Umhängetasche bei sich führen.
Möglicherweise fuhr Victoria mit dem Zug zu Bekannten im
Bundesgebiet. Sie pflegte zahlreiche Bekanntschaften in einem
Chatroom im Internet.
Hinweise nimmt die Einsatzzentrale der Polizeidirektion Schwabach
unter Tel. 09122/927-224 oder jede andere Polizeidienststelle
entgegen.
Aktualisierung:
Das vermißte Mädchen ist wieder zu Hause. Es
hatte über Internet einen jungen Mann in Buxtehude kennen gelernt und
ihn dort besucht, ohne Bescheid zu sagen.
20.05.05
Nürnberg (ots) - Ein 33jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis Nürnberger Land wurde am Donnerstag wegen sexuellen Mißbrauchs eines achtjährigen Buben verhaftet. Er war erst vor einigen Wochen nach einer fünfeinhalbjährigen Haftstrafe wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern entlassen worden.
Bereits eine Woche nach seiner Entlassung suchte er zu einem achtjährigen Buben Kontakt. Er machte sich an das Kind der Lebensgefährtin eines Freundes heran. Nachdem der Mutter der Besuch "komisch" vorkam, verbot sie ihrem Sohn, den 33-Jährigen zu Hause reinzulassen. Am 4. Mai nutzte der Täter jedoch die Gunst der Stunde. Als die Mutter nicht zu Hause war, gelang es ihm, den 8-Jährigen zu überreden.
Bei diesem Kontakt kam es laut Aussage des 8-Jährigen zu eindeutigen sexuellen Handlungen. Die Mutter erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion in Feucht, welche den Fall sofort der Schwabacher Kripo übergab.
Der 33-Jährige wurde heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.
19.05.05
Nürnberg (ots) -
Wie berichtet betrat am Donnerstag, kurz nach 10 Uhr, ein zunächst unbekannter Bankräuber die Filiale der Sparkasse Nürnberg in der Scharrerstraße. Unter Vorhalt einer Schusswaffe erpresste der Räuber, der nicht maskiert war und einen blauen Arbeitsoverall trug, von der Kassiererin insgesamt 9600 Euro Bargeld, das er sich in eine mitgeführte Plastiktüte stecken ließ. Anschließend flüchtete er aus der Bank.

Wie die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zwischenzeitlich ergaben, stieg der Räuber nach Verlassen des Bankgebäudes auf ein Damenrad, das er dort vor dem Überfall deponiert und wenige Tage zuvor im Nürnberger Stadtteil Reichelsdorf gestohlen hatte. Mit diesem Fahrrad der Marke NSU Typ Streamlight-Sport, Farbe Champagner, flüchtete er die Velburger Straße entlang, stellte es dann ab und ging auf einem Fußweg weiter. Er unterquerte die Unterführung der S-Bahn und lief Richtung Zerzabelshofstraße. Dort fiel er einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost auf, die bereits in die Großfahndung eingebunden war. Als er angehalten werden sollte, bedrohte er die Streife mit seiner mitgeführten Schusswaffe, bei der es sich um einen Revolver Kal. 3.57 Magnum handelte. Wie sich bei der erkennungsdienstlichen Behandlung herausgestellt hat, war diese Waffe mit sechs Patronen scharf geladen. Nachdem die Beamten ihrerseits die Dienstwaffen gezogen hatten, legte der Räuber seinen Revolver ab und ließ sich schließlich festnehmen. Das geraubte Bargeld hatte er noch in der Plastiktüte bei sich.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 47jährigen berufslosen Nürnberger, der erst im Oktober 2004 aus einer Justizvollzugsanstalt entlassen worden war, wo er wegen Rohheitsdelikten eine Haftstrafe verbüßt hatte. In einer ersten Vernehmung gab der Tatverdächtige den Banküberfall zu und gestand schließlich noch einen weiteren Banküberfall, den er am 18.April gegen 10.30 Uhr auf eine Filiale der Sparkasse in Nürnberg-Buch verübt hatte (
wir berichteten). In diesem Fall hatte er unter Vorhalt einer Schusswaffe eine Kundin als Geisel genommen und ca. 5700 Euro erpresst. Auch bei diesem Überfall war er mit einem Damenfahrrad, das er zuvor gestohlen hatte, geflüchtet.
Der Tatverdächtigte nannte als Motiv seiner Überfälle Schulden. Gegen ihn wird nun wegen schwerer räuberischer Erpressung und erpresserischen Menschenraubes ermittelt.
Dieser Polizeieinsatz dokumentiert wieder einmal sehr deutlich, welch hohem Gefährdungspotential Polizeibeamte bei der Ausübung ihres täglichen Dienstes ausgesetzt sind. Nur durch das äußerst besonnene Einschreiten wurde verhindert, dass niemand verletzt wurde.
Der Tatverdächtige gab an, dass er den Revolver vor einiger Zeit illegal erworben hätte. Die Ermittlungen dauern an. Die Kriminalpolizei sucht insbesondere auch noch den Besitzer des sichergestellten Damenrades der Marke NSU. Dieser wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Nürnberg, Telefon 0911/211-3333, in Verbindung zu setzen.
19.05.05
Nürnberg (ots) Durch intensive Ermittlungen konnte die Nürnberger Mordkommission
jetzt das versuchte Tötungsdelikt klären, bei dem ein 44jähriger
Nürnberger lebensgefährliche Stichverletzungen erlitt (
wir berichteten). Ein 17jähriger Jugendlicher aus Nürnberg wurde am Donnerstag-Vormittag als dringend
Tatverdächtiger festgenommen.
Wie wiederholt berichtet, wurde am Pfingstmontag gegen 5.30 Uhr
der 44-Jährige in seiner Wohnung in der Brunhildstraße von zunächst
Unbekannten niedergestochen. Die Stiche in Brust, Hals und Arm waren
lebensgefährlich. Trotzdem gelang es dem Verletzten, sich aus seinem
im Erdgeschoss gelegenen Wohnzimmerfenster auf den Gehweg fallen zu
lassen. Seine Hilferufe hörte eine Nachbarin, die sofort Polizei und
Rettungsdienst alarmierte. Der hinzu gezogene Notarzt veranlasste die
sofortige Einlieferung in ein Klinikum, wo eine Notoperation das
Leben des 44-Jährigen rettete. Er ist immer noch nicht
vernehmungsfähig.
Bei den Nachforschungen der Nürnberger Kriminalpolizei konnten die
Beamten ein Lokal in der Südstadt ausfindig machen, das der 44-
Jährige auf seinem Heimweg noch besuchte. Dort lernte er zwei
Nürnberger, 17 und 19 Jahre alt, kennen, die er noch zu sich in die
Wohnung einlud. Die jungen Männer hatten die Nacht über schon
reichlich Alkohol konsumiert und auch in der Wohnung des 44-Jährigen
wurde weiter getrunken. Als der 19-Jährige auf der Toilette sich
erbrechen musste, kam es zwischen den anderen beiden offensichtlich
aus noch nicht bekannten Gründen zu einem Streit, in dessen Verlauf
der 17-Jährige seinem Gastgeber mehrmals mit einem mitgebrachten
Messer stach. Danach flüchteten die beiden jungen Männer aus der
Wohnung.
Der 17-Jährige gab bei seiner Vernehmung zu, gestochen zu haben,
des Weiteren macht er einen Blackout geltend. Zur Herkunft des
Messers bzw. zum Anlass des Streites gibt es widersprüchliche
Angaben.
Die beiden 17- und 19-Jährigen sind seit einiger Zeit befreundet.
Sie stehen beide in einem Ausbildungsverhältnis. Der 17-Jährige ist
nicht vorbestraft.
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg hat zu prüfen, ob gegen den 17-
jährigen Tatverdächtigen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen
versuchten Totschlags gestellt wird. Die Vernehmung und Ermittlungen
der Mordkommission dauern an.
19.05.05