Die blitzschnelle Information aus Nürnberg und Mittelfranken


„Romeo und Julia“

Nürnberg. Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz mussten am Mittwoch-Abend Beamte der Nürnberger Innenstadtinspektion zum Hauptmarkt ausrücken. Wie bei Shakespeare war das Ende eine „Tragödie“.

Ausgangspunkt war die Baustelle des Deutschen Museums am früheren Ausgustinerhof. Dort ist ein 40jähriger Mann beschäftigt. Im Laufe seiner Tätigkeit hatte er wohl ein Auge auf eine Bewohnerin nahe der Baustelle geworfen und sie zu seiner Favoritin gemacht. Nun entschloss er sich gestern Abend gegen 21.15 Uhr aktiv um sie zu werben.


Lange nach Arbeitsende kehrte der inzwischen mit rund zwei Promille betrunkene Bauarbeiter zurück - mit einen Blumenstrauß in der Hand. Doch nicht der übliche Weg über Klingeln, Treppe und Wohnungstür war sein Plan, sondern viel spektakulärer:

Er warf einen fernbedienbaren Kran mit Ausleger an, ließ den Haken herunter und hängte den Strauß absturzsicher daran.

Obwohl betrunken, steuerte er zielsicher den Strauß zum Balkon der Bewohnerin und machte ihr damit deutlich, für sie etwas zu empfinden. Doch nun nahm die Tragödie ihren Lauf. Die Frau war zum einen komplett irritiert und zum anderen mit der Aktion nicht einverstanden. Sie rief die Polizei. Inzwischen hatten sich mehrere Passanten versammelt und beobachteten das Treiben.

Als die Beamten eingetroffen waren, nahte das Ende des Schauspiels. Der 40jährige Mann wurde aufgefordert, seine Aktion einzustellen, was er schließlich auch tat. Tief enttäuscht zog er von dannen, allerdings mit der Kenntnis der nächsten Tragödie: Wegen eines Verstoßes gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz wird er angezeigt. Ob es weitere Konsequenzen für ihn geben wird, prüft derzeit die Polizei.
23.05.19

Räuber scheitert

Neustadt/Aisch. Bereits am 9.Mai versuchte ein unbekannter Räuber, einen auszurauben.

Gegen 22.45 Uhr war ein 36jähriger Mann in der Hopfenstraße unterwegs, als sich ihm plötzlich ein Unbekannter von hinten näherte und ihn in eine Hausecke drängte. Der Unbekannte habe die Faust geballt und seinem Opfer mit Schlägen gedroht, falls er nicht umgehend Geld herausgebe.


Als in einem Hausgang Licht anging, flüchtete der unbekannte Räuber ohne Beute und ohne sein Gegenüber zu verletzen.
Beschreibung des Täters:
  • 170 bis 180 Zentimeter groß, 18 bis 20 Jahre alt, trug eine schwarze Adidashose mit weißen Streifen, eine braune Trainingsjacke und eine dunkle Wollmütze
Die Ansbacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hiweise unter Telefon 0911 2112-3333.
22.05.19

Lastwagenfahrer starb

Feucht. Am Dienstag-Mittag ereignete sich auf der Autobahn A 6 zwischen der Anschlussstelle Roth und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Mann wurde dabei tödlich verletzt.

Ein 47jähriger Lkw-Fahrer war mit seinem Sattelzug gegen 11.20 Uhr auf der A6 in Fahrtrichtung Amberg unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache fuhr er auf einen verkehrsbedingt haltenden Sattelzug auf. Durch die Wucht der Kollision wurde dieser Sattelzug auf einen weiteren Lastwagen geschoben.

In Fahrtrichtung Amberg war die dreispurige Autobahn zunächst komplett gesperrt. Ein Rettungshubschrauber war an der Unfallstelle gelandet.

Der 47jährige Mann starb noch an der Unfallstelle. Die beiden anderen Lkw-Fahrer blieben unverletzt.
21.05.19

Autofahrer starb

Aurach. Am Montagabend ereignete sich auf der A 6 zwischen den Anschlussstellen Feuchtwangen-Nord und Aurach ein schwerer Verkehrsunfall.

Bei regennasser Fahrbahn geriet ein Wagen gegen 20.45 Uhr ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte in den angrenzenden Wald. Das Auto war zwischen Bäumen eingeklemmt, der Fahrer musste durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug geborgen werden.


Der 44jährige Fahrer aus dem Landkreis Ansbach, der alleine in dem Fahrzeug saß, erlitt tödliche Verletzungen.

Am Auto entstand Totalschaden in Höhe von rund 45.000 Euro. Während der Bergungsarbeiten war eine Fahrspur der BAB gesperrt.
20.05.19

Autofahrer starb

Dinkelsbühl. Am frühen Freitagabend ereignete sich auf der Staatsstraße 2248 bei Beyerberg ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 30jähriger Autofahrer tödliche Verletzungen erlitt.

Gegen 18 Uhr fuhr der BMW-Fahrer von Burk kommend in Richtung Beyerberg. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam das Fahrzeug kurz vor der Ortschaft Beyerberg aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb in einer Wiese neben der Fahrbahn liegen.


Der BMW-Fahrer erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle starb.

Die Staatsstraße 2248 war auf Höhe der Unfallstelle für die Dauer der Unfallaufnahme in beide Richtungen komplett gesperrt.
18.05.19

Betrüger geschnappt

Nürnberg. Die Polizei hat zwei Männer geschnappt, die im Verdacht stehen, im Internet gar nicht existierende Ware verkauft und im Namen von nichtsahnenden Kunden Konten zur Geldwäsche angelegt zu haben.

Einen Schlag gegen mutmaßliche Online-Betrüger, der aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt öffentlich gemacht werden könne, ist den Staatsanwälten der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern und den Beamten der Kriminalpolizei Nürnberg bereits im März gelungen: Zwei junge Männer konnten in Berlin festgenommen werden. Einer befindet sich seit Mitte März in Untersuchungshaft.

Im Oktober 2018 ergab sich nach der Anzeige einer Frau zunächst der Verdacht der Geldwäsche. Die Frau gab an, sie verfüge angeblich bei einer Bank über ein Konto, von dessen Eröffnung sie aber nichts wisse. Letztlich stellte sich bei den durchgeführten Ermittlungen heraus, dass es sich um das Konto von Betrügern handelte, die über das Konto ihre Online-Geschäfte abwickeln wollten.


Im Zuge der Nachforschungen stießen die Ermittler auf zwei Berliner im Alter von 23 Jahren. Sie sind dringend tatverdächtig, mit betrügerisch erlangten Bankkonten und falschen Internetseiten mehrere hunderttausend Euro erlangt zu haben. Die Zahl der Geschädigten ist noch nicht bekannt, nach derzeitigem Ermittlungsstand ist aber von mehreren hundert Personen auszugehen. Eigens für diesen Ermittlungskomplex wurde die Arbeitsgruppe „Produkt“ bei der Kriminalpolizei Nürnberg eingerichtet, die fünf Beamte umfasst. Darunter befinden sich auch zwei IT-Kriminalisten.

Die Beschuldigten betrieben mehrere Internetseiten, auf denen sich unbedarfte Personen als „Produkttester“ bewerben konnten, um einen kleinen Nebenverdienst zu erzielen. Nach einer kurzen vertrauensbildenden Umfrage sollten die „Produkttester“ über eine heruntergeladene App die Online-Verifizierung bei einer Bank testen – so jedenfalls wurde es den Teilnehmern eingeredet. In Wirklichkeit aber hatte der jeweilige Tester unwissentlich ein Konto auf seinen Namen eröffnet, auf das er nach Abschluss des Tests jedoch keinen Zugriff hatte. Stattdessen konnten die Täter in der Folge über das neu eröffnete Konto verfügen.

Die jungen Männer nutzten die Konten dann für einen betrügerischen Online-Handel im großen Stil mit nicht existierenden Waren. Sie stellten professionelle Verkaufsseiten ins Netz, auf denen man zum Beispiel preisreduzierte hochwertige Werkzeuge bestellen, mit Vorkasse bezahlen und auf die „schnelle“ Lieferung warten konnte. Diese Lieferung blieb jedoch aus. In anderen Fällen boten die beiden Männer über „gehackte“ Konten auf Auktionsplattformen oder Kleinanzeigenportalen Waren an, die ebenfalls nicht existierten. Die Vorkassebeträge flossen jeweils auf die durch die „Produkttester“ generierten Konten.

Mitte März dieses Jahres lokalisierten die Arbeitsgruppe „Produkt“ und die Spezialstaatsanwälte der Zentralstelle Cybercrime Bayern über im Internet hinterlassene Spuren die Wohnorte des Duos. Zuvor wurden umfangreiche technische und personelle Maßnahmen durchgeführt, die den Tatverdacht weiter erhärteten. Bei mehreren Einsätzen in Berlin, bei denen Polizeibeamte aus Bayern und Baden-Württemberg eingesetzt waren, identifizierte man die Beschuldigten und nahm am 12.März den Haupttatverdächtigen fest. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft erging Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
17.05.19
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