Nürnberg (no/ots) Am Freitag-Morgen griff in Nürnberg-Thon ein Unbekannter einen Taxifahrer (56) an und raubte ihm die Geldbörse. Die Kriminalpolizei sucht für den Vorfall Zeugen.
Ein junger Mann in weiblicher Begleitung bestieg gegen 6 Uhr bei einer Diskothek in Nürnberg-Klingenhof ein Taxi mit Fahrtziel Fürth. In der Kilianstraße, kurz vor der Abzweigung Rollnerstraße, ließ der Unbekannte anhalten und stieg mit seiner Begleitung aus. Der Taxifahrer folgte den beiden und verlangte den bisher angefallenen Fahrpreis, wobei der junge Mann nur einen Teil entrichtete.
Noch während der Taxifahrer den Rest forderte, stieß ihn der Unbekannte zu Boden. Dort schlug und trat er sein Opfer und entwendete ihm die auf den Boden gefallene Geldbörse mit hundert Euro Bargeld. Dann flüchtete das Pärchen in Richtung Thon.
Der Taxifahrer erlitt Prellungen und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Nürnberger Krankenhaus zu ambulanten Versorgung transportiert.
- Der unbekannte Täter ist etwa 25 Jahre alt, etwa 180 Zentimeter groß, schlank, hat blonde kurze Haare. Bekleidet war er mit einer dunklen Lederjacke und Blue Jeans.
- Von der Begleiterin, die sich nicht am Tatgeschehen beteiligte, ist bekannt, dass sie blonde Haare hat, ein pinkfarbenes Shirt, eine weiße Lederjacke und Jeans trug.
Das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo sucht Zeugen des Vorfalls, insbesondere einen Rollerfahrer, deram Tatort vorbei kam. Hinweise an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter Telefon 0911/2112-3333.
30.07.10
Feucht (no/ots) Am Donnerstag-Nachmittag stürzte ein 46jähriger Mann südlich des Schwarzenbrucker Ortsteiles Gsteinach in die Schwarzachschlucht. Dabei erlitt er schwere Verletzungen.
Gegen 14 Uhr teilte eine Spaziergängerin mit, dass an der gegenüberliegenden südlichen Uferseite des Flusses Schwarzach ein Mann liegen würde. Aus noch ungeklärter Ursache war der 46jährige Spaziergänger rund 15 Meter tief in die Schlucht gestürzt.
Wegen des abfallenden Geländes war es den sofort alarmierten Rettungskräften zunächst nicht möglich, den Mann vom südlichen Ufer aus zu bergen. Deshalb erfolgte die Bergung durch die Bergwacht Nürnberger Land und über ein Schlauchbootes der Feuerwehr Schwarzenbruck über das nördliche Ufer.
Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Mann mit schweren Verletzungen durch einen Rettungshubschrauber in eine nahe gelegene Klinik gebracht.
29.07.10
Nürnberg (no/ots) Ein 42jähriger Mann soll einen zwölfjährigen Jungen in mindestens zwei Fällen missbraucht hatte.
Am Wochenende offenbarte sich der Schüler seiner Mutter, dass er von einem ihm nur vom Sehen flüchtig bekannten Mann Anfang Juli angesprochen wurde. In einem nahe gelegenen Waldstück im Südosten von Nürnberg sei es dann zu sexuellen Handlungen gekommen.
Die Mutter erstattete sofort Anzeige beim Fachkommissariat für Sexualdelikte der Nürnberger Kriminalpolizei. Im Zuge der Vernehmung wurde bekannt, dass der gleiche Mann bereits vor mehreren Jahren einen weiteren sexuellen Übergriff auf den Jungen unternommen hatte. Tatort war damals ein Firmengelände im Nürnberger Südosten.
Die sofort eingeleiteten Umfeldrecherchen führten am Dienstag-Nachmittag zur Festnahme des Mannes. Der Nürnberger konnte an seiner Arbeitsstelle angetroffen und festgenommen werden. Nach anfänglichem Leugnen räumte er die beiden Taten ein.
Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern eingeleitet.
28.07.10
Erlangen/Höchstadt (no/ots) Durch Recherchen im Internet konnte jetzt ein Sextäter geschnappt werden, der am frühen Sonntag-Morgen eine junge Frau am Stadtrand von Höchstadt an der Aisch überfallen und massiv sexuell attackiert hat. Der mutmaßliche Täter wurde am Dienstag-Morgen auf dem Weg zur Arbeit festgenommen.
Die 19jährige Frau aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt befand sich am frühen Sonntagmorgen auf dem Heimweg von der Diskothek Puls in Höchstadt, als sie von einem Mann angegriffen, zu Boden gerissen und massiv sexuell misshandelt wurde. Ein Taxifahrer, der zufällig vorbeifuhr und auf die in einem Getreidefeld am Boden liegenden Personen aufmerksam wurde, schlug durch sein Anhalten den Täter in die Flucht. Die Frau erlitt bei dem Überfall erhebliche Verletzungen und musste in einer Klinik behandelt werden.
Die Kriminalpolizeiinspektion Erlangen, die noch am Sonntag die Ermittlungen übernahm, richtete am Montag eine Ermittlungskommission mit sieben Beamten ein, die mit Hochdruck nach dem Täter fahndeten. Eine sofort über die Medien eingeleitete Öffentlichkeitsfahndung brachte schließlich den entscheidenden Hinweis.
Über die noch am Sonntag erfolgte Veröffentlichung des Verbrechens im Internet wurde eine 27jährige Frau aufmerksam, der kurze Zeit vorher ein Mann verdächtig aufgefallen war. Die 27jährige Frau befand sich ebenfalls auf dem Heimweg von der Disko im Kieferndorfer Weg in stadteinwärtiger Richtung, als sie eine männliche Person im Gebüsch am Boden kauern sah, die ihr dann kurze Zeit später hinterher lief.
Die Frau drehte sich um und herrschte den Verfolger an, sie in Ruhe zu lassen und sie nicht weiter zu verfolgen. Es kam zu einem Gespräch, in welchem der junge Mann auch seinen Vornamen nannte. An diese Situation erinnert, recherchierte die Frau nun im Internet auf einer "Partyseite", auf der regelmäßig auch Bilder der besagten Diskothek eingestellt werden. Auf zwei der Bilder befand sich auch der junge Mann, mit dem sie gesprochen hatte. Mit dem ausgedruckten Bild ging sie zur Polizei.
Über weitere Ermittlungen im Umfeld der Diskothek und mit Unterstützung der Fotografin, die die Bilder von der Diskothek gefertigt und ins Internet gestellt hatte, gelang es, die Identität des Mannes zu ermitteln. Es handelt sich um einen 29jährigen Lagerarbeiter aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt. Bei seiner Festnahme gab er sofort den Überfall auf die 19jährige Frau zu. Außerdem wies er im Gesicht und am kompletten Körper Kratzspuren auf.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde der Mann dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Erlangen überstellt.
27.07.10
Nürnberg (no/ots) Die Polizei konnte jetzt den mutmaßlichen Tätern zu fünf Fällen von sexuellen Übergriffen auf junge Frauenin der Nürnberger Südstadt festnehmen.
Nach seinem Mittäter wird weiter gefahndet. Den beiden Tatverdächtigen werden bisher neun sexuelle Übergriffe zur Last gelegt.
- Der erste zur Serie gehörende Fall ereignete sich bereits am 1. Juli 2006. In der Zeit zwischen 2.30 Uhr und 4 Uhr wurde eine 25jährige Frau in der Falkenstraße von einem jungen Mann angegriffen, gegen eine Hauswand gedrückt und sexuell begrapscht. Die Frau hatte ihr Auto abgestellt und befand sich auf dem Weg zu ihrer Wohnung. Zwei junge Männer waren ihr kurz vorher an der Bushaltestelle in der Lothringer Straße aufgefallen. Während sie der eine von den beiden jungen Männern sexuell attackierte, verhielt sich der andere passiv.
- Der zweite Fall ereignete sich am 1.Mai 2009 gegen 5.30 Uhr, in der Gibitzenhofstraße / Ecke Straßburger Straße. Die 25jährige Frau befand sich auf dem Nachhauseweg von einer Disko, als sie von zwei jungen Männern angegriffen und im Intimbereich berührt wurde. Die Frau erlitt bei dem Überfall Prellungen und Verletzungen im Gesicht.
- Fall 3 ereignete sich am 25.Mai 2009, kurz nach Mitternacht in der Liebigstraße / Ecke Prinzregentenufer. Die 24jährige Frau befand sich auf dem Heimweg, als sie von einem Mann von hinten umklammert und massiv sexuell angegriffen wurde. Sie erlitt dabei Schürfwunden an den Knien sowie einen Schock.
- Der vierte Fall ereignete sich am 20.Juni gegen 4 Uhr in der Fichtestraße (Nordstadt). Die 23jährige Frau befand sich zum Zeitpunkt des Überfalls auf dem Nachhauseweg von einer Disko. Auch hier kam es zu einem massiven sexuellen Übergriff, der den Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt.
- Fall 5 ereignete sich am 9. Mai 2010 gegen 2.15 Uhr. Hier war eine 56jährige Frau in der Sandstraße auf einem Parkplatz des DB-Geländes nur wenige Meter von ihrem Auto entfernt sexuell angegriffen worden.
- Fall 6: Etwa anderthalb Stunden später bemerkte eine 23jährige Frau, dass sie auf dem Nachhauseweg von einer Disko zunächst von zwei Männern verfolgt wurde. In der Munkerstraße drückte der eine Mann die Frau zu Boden und belästigte sie massiv sexuell. Der zweite stand beobachtend daneben. Die Frau erlitt bei dem Überfall Verletzungen am gesamten Körper und musste ärztlich behandelt werden.
- Fall 7: Zwei Tage später wurden zwei junge Frauen in der Gibitzenhofstraße von zwei Männern angegriffen und sexuell genötigt, als sie gegen 2 Uhr ihr Wohnanwesen betreten wollten. Während die 26jährige Frau einen Täter mit einem Tritt abwehren konnte, gelang es dem Komplizen, die 23jährige Frau zu Boden zu bringen und sexuelle Handlungen vorzunehmen. Bei dem Überfall wurden beide Frauen verletzt. Die 26jährige Frau musste im Krankenhaus behandelt werden.
- Fall 8: Am 21. Mai 2010, kurz nach 1 Uhr, packte ein Mann eine 23jährige Frau von hinten an der Schulter, stieß sie zu Boden und setzte sich auf sie. Nachdem die Geschädigte laut schrie und sich heftig wehrte, flüchtete der Mann. Während des Übergriffs konnte die Frau noch eine Gestalt erkennen, die wohl alles beobachtete, ohne jedoch einzugreifen.
- Fall 9: Noch in der gleichen Nacht wurde gegen 4 Uhr in der Zeltnerstraße eine 19jährige Frau angegangen. Während die Frau in stadteinwärtige Richtung lief, fuhr von hinten ein silberner Wagen heran, und die männlichen Personen im Wagen fragten, ob sie die Frau mitnehmen könnten. Als sie dies verneinte, fuhren sie weiter. Kurz darauf kamen der Frau zwei junge Männer entgegen. Einer von beiden griff die 19jährige Frau sofort an und begrapschte sie massiv sexuell. Als die Frau zu schreien anfing, flüchteten beide. Die Frauen vertraute sich unmittelbar nach der Tat einem in der Nähe befindlichen Zeugen an und bat diesen, die Polizei zu verständigen. Während des Telefonates fuhr ein silberfarbener Wagen vorbei und der Zeuge, der von Beruf Wachmann ist, gab automatisch das Kennzeichen des vorbeifahrenden Fahrzeugs mit an.
Über dieses Kennzeichen konnte letztendlich der Halter des Fahrzeuges, ein 19jähriger selbständiger Versicherungskaufmann, ermittelt und als Zeuge vorgeladen werden. Im Rahmen seiner Vernehmung erklärte er sich auch mit der Abgabe einer Speichelprobe einverstanden.
Durch die weiteren intensiven Ermittlungen der Ermittlungskommission verdichteten sich die Hinweise, dass der Halter des Fahrzeugs mit den Überfällen auf die Frauen in Zusammenhang stehen könnte. Bei der Überprüfung der sichergestellten DNA-Spuren durch die Rechtsmedizin Erlangen konnte nun der Halter des Fahrzeugs als Spurenverursacher ermittelt werden. In sieben Fällen besteht Übereinstimmung mit den bei den Opfern sichergestellten DNA-Spuren.
In einem weiteren Fall wurde der Mann über eine Wahllichtbildvorlage als Tatverdächtiger identifiziert. Er wurde in Forchheim festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth an den Ermittlungsrichter überstellt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in neun Fällen.
Über intensive Ermittlungen des Fachkommissariates im persönlichen Umfeld des Inhaftierten konkretisierte sich der Tatverdacht bezüglich des Mittäters auf einen langjährigen Bekannten. Im Fall 8 konnte außerdem eine zweite DNA-Spur sichergestellt werden, die diesen Verdacht erhärtete.
Dieser Mann der zunächst Angaben zu den Tatvorwürfen verweigerte, kam nun in Begleitung seines Rechtsanwaltes und einer Staatsanwältin zum zuständigen Fachkommissariat und legte ein umfassendes Geständnis ab. Dabei benannte er auch seinen Mittäter, der sich derzeit im Ausland aufhält. Entsprechende Fahndungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet.
26.07.10
Nürnberg (no/ots) Am Sonntag fanden Einsatzkräfte nach einem Wohnungsbrand im Nürnberger Stadtteil Neuröthenbach eine tote Frau.
Kurz vor 13.45 Uhr alarmierten Anwohner die Polizeieinsatzzentrale. Sie hatten Flammen aus einer Wohnung im zweiten Obergeschoss des zehngeschossigen Wohnhauses wahrnehmen können.
Den Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es mit einem Großaufgebot an Kräften, das offene Feuer schnell abzulöschen. Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Wohneinheiten konnte so verhindert werden.
Der Brand brach nach ersten Erkenntnissen der Brandfahnder der Nürnberger Kriminalpolizei aus noch ungeklärter Ursache in der Küche der 3-Zimmer-Wohnung aus. Die gesamte Wohnung wurde zerstört, weitere daneben und darüber liegende Wohnungen im Außenbereich durch Brandzehrungen und Rußablagerungen in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 100.000 Euro.
Bei der Brandortbegehung durch die Berufsfeuerwehr Nürnberg wurde in der Brandwohnung eine tote weibliche Person gefunden. Ob es sich um die 74jährige Wohnungsnehmerin handelt, ist derzeit noch unklar. Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.
Eine weitere Hausbewohnerin erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde durch den Rettungsdienst vor Ort behandelt. Während der Löscharbeiten musste die Weiltinger Straße zwischen der Rangaustraße und der Sinbronner Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.
25.07.10