Nürnberg (ots) - Am Samstag gegen 21.30 Uhr wollte eine Bankkundin im Nürnberger Stadtteil St. Peter an der Ecke Scharrerstraße / Velburger Straße von einem Geldautomaten Bargeld abheben. Plötzlich trat ein zunächst Unbekannter von hinten an sie heran und forderte die Herausgabe des Bargeldes. Dabei hielt er einen waffenähnlichen Gegenstand in der Hand.
Das Opfer flüchtete in den in der Nähe parkenden Pkw eines Bekannten und verständigte die Polizeieinsatzzentrale.
Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte eine Streife den Tatverdächtigen, einen 40-jährigen abgelehnten Asylbewerber aus Nigeria, festnehmen. Bei einer Gegenüberstellung wurde der 40-Jährige eindeutig als Räuber wiedererkannt.
Gegen den 40-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg inzwischen Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen an.
20.06.05
Schnaittach. (ots) Am Montag erfaßte am Bahnübergang Schnaittach, Landkreis Nürnberger Land, ein Zug ein Auto, in dem eine 30jährige Mutter und ihr neun Monate altes Baby schwer und die dreijährige Tochter leicht verletzt wurden.
Die Frau wollte den unbeschrankten, mit Blinklichtern gesicherten Bahnübergang gegen 7.50 Uhr überqueren und übersah dabei offensichtlich einen in Richtung Simmelsdorf fahrenden Zug. Nach bisherigen Feststellungen war das Blinklicht des Bahnübergangs in Betrieb. Die Lok erfasste den Pkw Opel Corsa vorne links und schleifte ihn rund 80 Meter bis zum Bahnhof Schnaittach mit.
Die 30jährige Frau wurde in ihrem Auto eingeklemmt und musste von den Freiwilligen Feuerwehren Schnaittach und Lauf aus dem Pkw, der sich mit der Front unter der Lok verkeilt hatte, befreit werden. Die beiden auf dem Rücksitz mitfahrenden Kinder konnten vermutlich von Passanten/Fahrgästen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte aus dem Pkw geborgen und den in der Nähe der Unfallstelle wohnenden Großeltern übergeben werden. Vom Notarzt und Sanitätern wurden sie dort behandelt. Während die Kinder ins Südklinikum Nürnberg eingeliefert wurden, kam die Mutter mit dem Rettungshubschrauber nach Erlangen.
Der 32-jährige Lokführer sowie die 15 Fahrgäste an Bord des Personenzuges, der mit etwa 60 Stundenkilometern unterwegs war, blieben unverletzt. Sie wurden mit Ersatzbussen weiterbefördert.
Der Sachschaden am Pkw beläuft sich auf rund 5000 Euro.
20.06.05
Ansbach (ots) - Bei einem schweren Rennunfall bei einer Moto-Cross-Veranstaltung in der Nähe von Leutershausen (Lkr. Ansbach) erlitt eine als Streckenposten eingesetzte Frau lebensgefährliche Verletzungen.
Aus noch nicht näher bekannten Umständen kam gegen 15.30 Uhr eine an einem Rennen beteiligte Cross-Maschine von der vorgesehenen Strecke ab und erfasste die neben der Rennpiste auf einer Palette stehende 38-jährige Frau. Sie musste mit schwersten Kopfverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Nürnberg eingeliefert werden. Der 27-jährige Cross-Fahrer blieb nach den bisherigen Erkenntnissen unverletzt.
Die vor Ort anwesende Staatsanwaltschaft zog zur Ursachenklärung einen Sachverständigen hinzu. Nach dem Unfall wurde das Renngeschehen abgebrochen.
19.06.05
Ansbach (ots) Bei einer Serie schwerer Verkehrsunfälle starben am Sonntagnachmittag in Westmittelfranken zwei Motorradfahrer sowie zwei Auto-Insassen. Die vier Unfälle trugen sich alle im Landkreis Ansbach innerhalb von nur 90 Minuten zu.
Gegen 15.30 Uhr verstarb ein 21jähriger Kradfahrer auf der Staatstraße zwischen Wittelshofen und Gerolfingen. Er fuhr in der Mitte eines aus drei Krädern bestehenden Konvois. Die Motorradfahrer überholten einen Lkw und einen davor fahrenden Pkw. Ohne ersichtlichen Grund geriet der junge Mann mit seiner Maschine ins Schleudern, kam nach links von der Fahrbahn ab und stürzte. Über 100 Meter nach dem Sturz prallte der Motorradfahrer mit dem Kopf gegen ein eisernes Brückengeländer. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Das Krad kam in einem angrenzenden Feld zum Liegen. Die Staatsanwaltschaft Ansbach zog einen Sachverständigen hinzu. Die Staatsstraße wurde gesperrt, der Verkehr örtlich umgeleitet. Der Sachschaden beträgt 8000 Euro.
Kurz vor 16 Uhr kam auf der Autobahn A 7 Würzburg - Ulm zwischen den Anschlussstellen Langensteinach und Bad Windsheim im Gemeindebereich Ohrenbach ein mit drei Frauen besetzter Pkw-Kombi im Auslauf einer langgezogenen Linkskurve aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug wurde am Beginn einer Leitplanke ausgehoben und überschlug sich über den Wildschutzzaun hinweg. Der Pkw blieb etwa 100 Meter weiter total zerstört in einem Getreidefeld liegen. Eine 37jährige Mitfahrerin aus dem Allgäu wurde herausgeschleudert und erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Die 33jährige Fahrerin und eine 29jährige Mitfahrerin wurden verletzt ins Krankenhaus Rothenburg eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft lässt den Verkehrsunfall durch einen Sachverständigen untersuchen. Größere Verkehrsbehinderungen gab es nicht. Der Gesamtschaden beträgt rund 15.000 Euro.
Nur wenige Minuten später prallte ein 81jähriger Pkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug auf der Staatsstraße zwischen Langfurth und Matzmannsdorf frontal gegen einen Baum. Der ältere Mann wollte in Fahrtrichtung Dinkelsbühl einen Traktor mit Anhänger überholen. Auf Höhe des landwirtschaftlichen Zuges kam der Pkw aus unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und steuerte über das Bankett gegen den Baum. Der Autofahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Der Mann wurde noch mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik verlegt, verstarb dort jedoch kurz nach seiner Einlieferung. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von etwa 5000 Euro.
Gegen 17 Uhr geriet ein 48-jähriger Kradfahrer im Gemeindebereich von Sachsen bei Ansbach auf der Ortsverbindungsstrasse Volkersdorf nach Herpersdorf alleinbeteiligt ins Schleudern und prallte gegen eine Leitplanke. Das Krad fuhr anschließend eine Böschung hinunter. Der Kradfahrer erlag an der Unfallstelle seinen schweren Kopfverletzungen.
19.06.05
Nürnberg (ots) In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam bei einer türkischen Hochzeitsfeier in einem Sportheim im Nürnberger Stadtteil St. Johannis zu größeren Auseinandersetzungen zwischen jungen Russlanddeutschen und Teilnehmern der Hochzeitsgesellschaft.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist davon auszugehen, dass der Grund der Schlägereien in der Belästigung weiblicher Hochzeitsgäste durch angetrunkene Russlandeutsche liegt. Mindestens drei Personen wurden verletzt, wobei sich einer eine Armfraktur zuzog. Auch wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Zwanzig Russlanddeutsche wurden kurzfristig in Gewahrsam genommen, wobei sieben Personen aufgrund ihrer Alkoholisierung mehrere Stunden in einer Ausnüchterungszelle verbringen mussten.
Streifenbesatzungen verschiedener Nürnberger Polizeidienststellen sowie Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die sich im Rahmen des Confederations Cup in Nürnberg im Einsatz befanden, waren notwendig, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung u.a. wurden eingeleitet; die Ermittlungen dauern an.
19.06.05
Nürnberg (ots) Keinerlei sicherheitsrelevanten Ereignisse gab es am Samstag im Zusammenhang mit der Confederations-Cup-Begegnung Australien - Argentinien im Nürnberger Franken-Stadion zu verzeichnen.
Die Einsatzleitung der mittelfränkischen Polizei konnte eine durchwegs positive Bilanz nach dem ersten von insgesamt drei Turnierspielen in Nürnberg ziehen. Das lange vorbereitete polizeiliche Einsatzkonzept habe sich bewährt.
Zufrieden zeigte sich die Polizeiführung auch angesichts des friedlichen Miteinanders der Fußballfans und des störungsfreien Verlaufs der verschiedenen Parallelveranstaltungen. Auch die An- und Abreise der Zuschauer verlief völlig reibungslos.
Lediglich im Stadion mussten drei angetrunkene Fußballfans vorübergehend in Gewahrsam genommen werden.
19.06.05